Jobs und Stories der eesy-ic Mitarbeiter

THEMA: Kulturenvielfalt

Deutschland, Ägypten, Ukraine, Brasilien, Tunesien, Serbien und mehr – die Ingenieure von eesy-ic haben einen multikulturellen Hintergrund. Von dieser interkulturellen Zusammenarbeit profitiert die gemeinsame Entwicklung innovativer Ideen. Wie erleben die Mitarbeiter die kulturellen Besonderheiten und das kreative Potenzial im Unternehmen.

eesy-IC-Gruppe

Du bist Physical Layouter, oder besser gesagt Physical Design Ingenieur bei eesy-ic. Seit vielen Jahren bist du schon in Deutschland, kommst aber gebürtig aus Bangladesch. Ich freue mich, dass wir uns über deine Erfahrungen in interkulturellen Teams zu arbeiten austauschen!

„Kulturelle Unterschiede beeinflussen die Dynamik von Projektteams. Wie erlebst du die kulturellen Besonderheiten im Team?“

Interkulturelle Teams verfügen über ein hohes Kreativitätspotenzial aufgrund von Teammitgliedern verschiedener Nationalitäten mit unterschiedlichem Wissen zu einem bestimmten Thema. Es ist für mich immer hilfreich, eine andere Sichtweise auf die mir zugewiesene Aufgabe aus einer anderen Perspektive zu haben, was das Problem meist vereinfacht oder mir ein besseres Verständnis ermöglicht.

„Es wird oft gesagt, dass interkulturelle Zusammenarbeit ein kreatives Potenzial für die gemeinsame Entwicklung innovativer Ideen darstellt. Halten Sie diese Aussage für richtig und wie erleben Sie sie täglich?“

Wenn Menschen aus verschiedenen Teilen der Welt mit ihren unterschiedlichen und reichen Kulturen an einem Punkt miteinander harmonieren, entsteht ein Weg für einzigartige Perspektiven und Ideen. Ein vielfältiges Team erfordert eine starke Führung, damit die Unterschiede überwunden werden und das Team zusammengeführt wird. Diese Herausforderungen gilt es zu meistern und ich finde eesy-ic ist ein gutes Beispiel dafür.

„Missverständnisse oder sogar Konflikte entstehen leicht, wenn die Teammitglieder aus unterschiedlichen Kulturkreisen kommen. Hast du das bereits erlebt und wie wurde damit umgegangen?“

In unserem täglichen Leben verbringen wir die meiste Zeit des Tages bei der Arbeit. Ganz normal, dass es da zu Missverständnissen kommen kann. Aber ich denke immer daran, dass jede Meinungsverschiedenheit wie das Öffnen einer Tür ist, um von der anderen Person Neues zu lernen. Der Unterschied zwischen den Teammitgliedern gilt es zu respektieren und eine offene Diskussion zu geführt. Bisher ist es uns im Team immer gut gelungen sachlich zu kommunizieren und uns auf das Projektziel zu konzentrieren.

Seit über 2 Jahren ist Shahriar im Unternehmen tätig. Als Physical Design-Ingenieur trägt er zu einem erfolgreichen Analog-, Mixed-Signal- und RF-Layout-Design bei. Er arbeitet eng mit Schaltungsentwicklern zusammen und es wird u.A. über Übereinstimmungen und kritische Elemente der Schaltung vor Beginn des Layouts diskutiert. Sowie das Floor Planning und die Flächenabschätzungen ist festzulegen. In seiner Position hat er zudem ein gutes Verständnis der Technologie und kennt die Layout-Hierarchie von der Blockebene bis zum Top Level. Darüber hinaus wird die Verifikation des physikalischen Designs auf Blockebene bis zur Chipebene einzeln durchgeführt und die Lieferung des endgültigen GDSIIs um die Tape-Out-Frist einzuhalten, fällt in den Verantwortungsbereich eines Physical Designers.

THEMA: Generationenmix

3 Generationen* arbeiten bei der eesy-ic unter einem Dach. 68 Prozent der Angestellten sind “Millennials” und damit zwischen 26 und 39 Jahren alt. Wie erleben die “Millennials” die Arbeitswelt allgemein und im Besonderen bei der eesy-ic. Wir lassen die Generation einmal zu Wort kommen.

*Generation Golf, Generation Millennials und Digital Natives 2.0 sind größtenteils vertreten zzgl. der Gruppe der sehr erfahrenen Kollegen der Generation “Babyboomer”.

„Hi Artur. Du bist 30 Jahre alt und damit ein „Millennial“. Du hast ein duales Studium bei uns absolviert. Was hat dich dazu veranlasst, dies im Bereich der Elektrotechnik zu tun?“

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„Meine Begeisterung für die angebotenen Stellen und Arbeitsfelder nach erstem erfolgreichen Bachlorabschluss als Wirtschaftsingenieur konnte nicht mit dem Drang konkurrieren, mich noch an einem weiteren Studienfach von neuem auszuprobieren. Mit der Elektrotechnik fand ich etwas, das mich gleichzeitig fordern und motivieren kann”

„Schaut man sich im Netz oder auch in Studien nach der Generation der „Millenials“ um, dann stößt man auf Sätze wie „Die Arbeit muss Spaß machen“. Wie stehst du dazu?“

„Wichtig ist mir etwas zu tun, dass mich interessieren und faszinieren kann. Angekommen in einem Team, zählt neben dem Fachlichen auch die gesamte Umgebung mit Kollegen und Vorgesetzten. Mit denen will ich nicht nur funktionieren, sondern auch harmonieren und mich im Idealfall weiterentwickeln. Essenziell hierzu ist eine offene und kommunikative Unternehmenskultur, die auch über die Grenzen des Home-Office gelebt wird, sodass kurze Absprachen und Abstimmungen über den Bürotisch auch virtuell funktionieren. Das funktioniert bei eesy-ic.“

„Führungspositionen sollen deiner Generation nicht mehr so wichtig sein. Eher Fachlaufbahnen und projektbezogenes Arbeiten und die Forderung nach Privatleben, also weg vom Image des „Workaholics“. Kannst du dich mit diesen Statements identifizieren?“

„Man kann heute nicht mehr davon ausgehen Jahrzehnte im selben Unternehmen zu bleiben, sodass man sich seinen Marktwert stets bewusst macht und nicht zwingend die Stelle mit dem größten monetären Anreiz favorisiert. Viel stärker fallen Faktoren wie Flexibilität in der Gestaltung von Arbeitszeit- und -ort ins Gewicht. Es soll auch ausreichend Zeit und Energie für das eigene Privatleben mit Familie, Sport und Hobby bleiben. Ich würde deshalb einen inhaltlich spannenden Nine to Five-Job der nächsthöheren und vermutlich stressbehafteten Managementstufe vorziehen. Also alles in allem kann ich die Statements nachvollziehen.“

Artur ist seit 2018 als Analog Design Ingenieur bei der eesy-ic und verkörpert mit 68 % die Generation Y, die Millennials, im Unternehmen. Zusammen mit ca. 20 weiteren Kollegen unterschiedlicher Generationen trägt er zu einem spannenden und innovativen Arbeitsumfeld bei. Die Miniaturisierung von integrierten Schaltungen gehört zur Kernkompetenz des Unternehmens eesy-ic.

Malte ist ebenfalls ein “Millennial” und hat klare Vorstellungen und Ziele. Für den jungen Analog Designer ist die Arbeit mehr, als einen Job zu bekommen, ihn zu beenden und auf den nächsten zu warten. Vielfältig, interessant und komplex beschreibt er seine Tätigkeit. “In einem mittelständischen Unternehmen wie dem meinen habe ich einen Job gefunden, bei dem Vielfalt vorprogrammiert ist.”

Vom Kundenkontakt und dem grundlegenden Systementwurf, bis hin zum Design der Schaltungen, dem Schaltungs-Layout und dem Entwurf der Testplatine ist alles abgedeckt.

Was mich an der Arbeit bei der eesy-IC besonders reizt ist die Tatsache, dass ich bei dem IC an dem ich arbeite, jeden einzelnen Schritt mitbekommen und daran mitgearbeitet habe. Das Projekt läuft seit über 2 Jahren und an der “Geburt” eines Schaltkreises von der Idee bis zum fertigen Silizium teilzuhaben ist ein sehr erfüllendes Erlebnis.

Insbesondere das Gefühl, wenn der fertige IC als “nacktes Silizium” vor einem liegt und man mit dem Mikroskop die Nanometer großen Schaltungen erahnen kann, die man davor am PC mit mühevoller Kleinstarbeit über Jahre entworfen hat, ist das ein tolles Feedback.

Malte startete im Juni 2018 seine Karriere als Analog Designer bei uns. Zuvor war er 3 Jahre als Werkstudent tätig und fertigte ebenfalls seine Masterarbeit mit dem Thema “Implementierung einer Phasenregelschleife und eines Serializers für eine JESD-Schnittstelle” im Unternehmen an. Er selbst beschreibt die Einstellung der “Millennials” zur Arbeiteswelt so: “Gerade seit meiner Generation Y und der jüngeren Generation Z geht der Trend dazu, eigene Ideen zu verwirklichen, einen Beitrag zu leisten und eine Arbeit mit Bedeutung zu haben.” 

Geführt hat das Interview Daniela Rother, selbst ein „Millenial“. Seit 2016 ist sie im Marketing des Unternehmens beschäftigt und setzt sich leidenschaftlich gerne mit dem Thema der Generationenübergreifenden Kommunikation auseinander.